AUSZEICHNUNGEN

Gemeinsam stark

Unsere Arbeit lebt vom Einsatz vieler Menschen. Verschiedenste Auszeichnungen wie der Hildesheimer Ehrenamtspreis, der Hildesheimer Friedenspreis oder die Paul Harris Fellow Auszeichnung bedeuten uns viel: Sie würdigen das Engagement unserer Ehrenamtlichen und aller, die uns unterstützen. – Für uns sind sie Dank und Ansporn zugleich, geflüchtete Menschen auf ihrem Weg in eine neue Zukunft zu begleiten.

In den Jahren 2020 und 2021 stand insbesondere das Thema Corona für die Öffentlichkeit im Vordergrund. Dennoch erhielt FLUX für seine Leistungen eine besondere Aufmerksamkeit von Menschen, die Auszeichnungen für das ehrenamtliche Engagement vergeben. Drei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen von FLUX wurden zu Recht für ihr langjähriges und persönliches Engagement ausgezeichnet.

 

Monika Hermeling und Petra Kämper wurden für ihre großen Leistungen beim Aufbau der digitalen Nachhilfeschule FLUX-digital mit dem Hildesheimer Ehrenamtspreis 2021 von der Astrid und Dr. Hans-Peter Geyer-Stiftung ausgezeichnet.

Marietta Tebbenjohanns wurde für ihr intensives, persönliches Engagement und ihre Sorge für FLUX die Niedersächsische Medaille für vorbildliche Verdienste um den Nächsten verliehen. Dabei ist ihr wichtig anzumerken, dass FLUX eine Gemeinschaft von so vielen helfenden Köpfen und Händen ist, dass sie diese Auszeichnung als Auszeichnung für FLUX insgesamt versteht. „Ich danke Euch allen sehr, die Ihr Teil von FLUX und dieser Leistung seid“ waren ihre persönlichen Worte dazu.

 

FLUX freut sich sehr zusammen mit diesen Dreien und bedankt sich bei ihnen für ihr großes Engagement! FLUX ist jedoch auch froh und dankbar, dass in dieser Zeit Menschen aufmerksam sind und diese Auszeichnungen für die Drei ausgewählt haben. Vielen Dank!

Der Hildesheimer Friedenspreis wird alljährlich am 22. März im Rahmen des „Hildesheimer Friedenstags“ an eine Initiative vergeben, die sich in besonderer Weise für Frieden und Versöhnung einsetzt. Bedingt durch die Corona-Pandemie wurde die Übergabe des Friedenspreise in 2020 auf den 23. September verschoben.

Bereits im März hatte die Auswahljury für den Hildesheimer Friedenspreis 2020 bekannt gegeben, dass der Preis an die Flüchtlingsinitiative FLUX geht. In der Pressemitteilung der Stadt vom 2. März heißt es:

FLUX hat sich zu einer der wesentlichen Einrichtungen der Flüchtlingshilfe entwickelt und ist ein wichtiger Partner in der Integrationsarbeit. Stellvertretend für die Auswahljury erläutert Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, warum die Initiative mit dem Preis ausgezeichnet wird:

 

„Heute ist es um die Initiative vielleicht etwas leiser geworden, ganz sicher aber nicht ruhiger. Dank des überragenden Engagements der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hat FLUX in der Senkingstraße einen Ort in Hildesheim geschaffen, der Raum für Begegnung bietet und Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenbringt. FLUX erleichtert es Hildesheimer Neubürgerinnen und Neubürgern auf diese Weise, sich in der Stadt zuhause zu fühlen.

Damit leistet der Verein nicht nur einen wichtigen Beitrag für die Integrationsarbeit, er stärkt darüber hinaus auch den Zusammenhalt der Menschen in Hildesheim, der von herausragender Bedeutung für ein friedliches und tolerantes Zusammenleben in einer Stadt ist.“

Bürgermeister der Stadt Hildesheim und Mitarbeiter von FLUX Hildesheim bei der Verleihung des Hildesheimer Friedenspreis 2020.
Bürgermeister der Stadt Hildesheim überreicht Marietta Tebbenjohanns von der FLUX Flüchtlingshilfe Blumen und den Hildesheimer Friedenspreis.

Während einer kleinen Feierstunde im Rathaus, musikalisch eingerahmt durch das Trio Brigitta, Christian und Paula Brugger, überreichte stellvertretend für die Auswahljury der Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer den Preis an Marietta Tebbenjohanns, die den Preis für das ganze FLUX-Team entgegennahm. Diese bedankte sich in ihrer anschließenden Rede herzlich für den Preis und übergab dabei das Wort auch direkt an fünf geflüchtete Menschen.

 

Marietta Tebbenjohanns wendete sich außerdem ausdrücklich an alle FLUX’ler, über 200 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von FLUX, die Corona bedingt leider nicht teilnehmen konnten: „Jede Hand, die FLUX gereicht hat, trägt zum friedlichen Miteinander in unserer Gesellschaft bei. Das ist eine große gemeinschaftliche Leistung, die niemand allein geschafft hätte und die zu einem bunten und lebenswerten Miteinander in Stadt und Landkreis Hildesheim führt.“

Wir geben hier ihre Rede und die eindrücklichen Schilderungen der fünf geflüchteten Menschen wieder, die FLUX in den vergangenen sechs Jahren betreut hatte und die auf eindrückliche Weise beschrieben, wie ihre Werdegänge, die schwierigen ersten Wochen in Deutschland und der Neubeginn in Hildesheim verlief.

 

Mehr Informationen zum Hintergrund vom Hildesheimer Friedenstag, den die Stadt Hildesheim in Kooperation mit den Hildesheimer Hochschulen, der Evangelischen Kirche, der Katholischen Kirche und dem Verein „Hildesheim blüht auf“ ausrichtet, gibt es hier

Auch in den regionalen Medien fand die Verleihung des Friedenspreises an FLUX ein Echo, nachdem die Stadt Hildesheim dazu eine Pressemitteilung herausgegeben hatte. Hier eine Auswahl :

Zeitungsartikel über die Verleihung des Hildesheimer Friedenspreis 2020 an die FLUX Flüchtlingshilfe

Die Jury aus Oberbürgermeister, Landrat, Hildesheimer Allgemeine Zeitung und Lions Club Hildesheim-Marienburg hat im April 2017 getagt und entschieden:

FLUX – die Flüchtlingshilfe in Hildesheim gehört zu den „Hi 5“, also zu den 5 glücklichen Empfängern der Spenden von der Bevölkerung.

 

Wir von FLUX bedanken uns von Herzen und fühlen uns sehr geehrt, dass wir einer der fünf Spendenempfänger der „Hildesheimer Spendenwette Hi 5“ sein dürfen!

Durch die Initiative des Lions Club Hildesheim-Marienburg ist es uns möglich, diese große Unterstützung in die „Bildung“ der Geflüchteten zu investieren. Weit über die Hälfte unserer Mittel gehen in dieses Feld, das wir weit fassen. Sowohl die Fahrtkosten zu Sprachkursen (Menschen, die im Landkreis untergebracht sind, sind sonst beim Spracherwerb sehr benachteiligt) oder zu Praktikumsplätzen, die Übersetzungskosten und Gleichwertigkeitsprüfungen von Zeugnissen aus dem Heimatland, Prüfungsgebühren, Zuschüsse zu Studiengebühren (z.B. Studienkolleg) als auch Schulmaterial oder Arbeitskleidung für Praktika gehören dazu.

 

Zusammengefasst verstehen wir unter dem Feld „Bildung“ alles, was die Perspektive auf einen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtert und aus der Sozialhilfe allein nicht finanzierbar ist. Dies halten wir für dringend erforderlich, damit möglichst viele, möglichst schnell von der Sozialhilfe in ein selbst finanziertes Leben wechseln können. Nur wenn das gelingt, gelingt auch eine Integration in unsere Gesellschaft.

Die Hildesheimer Spendenwette Hi5 startete im März 2017 mit einer Veröffentlichung in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung mit diesem Artikel. Dort trat der Lions Club Hildesheim-Marienburg mit einer ambitionierten Wette an. „Wir wetten, dass die Bürger und Unternehmen in Stadt und Landkreis es schaffen, in fünf Wochen eine Summe von 50 000 Euro für den guten Zweck zu spenden!“ Und wer bekommt das Geld? Das entscheiden die Menschen in Stadt und Landkreis. Jeder kann Vorschläge einreichen, welche Person, Einrichtung oder Gruppe eine Finanzspritze dringend nötig hat. Aus allen Vorschlägen sucht eine Jury (Landrat Olaf Levonen, Hildesheims Oberbürgermeister Ingo Meyer, sowie ein Vertreter der Lions und der HAZ) fünf Projekte aus. Außerdem haben die Lions mit der Hildesheimer IT-Firma Compra als Technikpartner eine Aktion ausgeklügelt, bei der jeder Spender auch gleich eine kleine Botschaft auf einem Spendenplakat an die Öffentlichkeit zurücklassen kann. Wie das funktioniert? Sie erfahren alles zum Spendenplakat unter diesem Link „Hildesheimer Spendenwette Hi 5“ .

Spendenaufruf für die Hildesheimer Spendenwette mit Kinderhand auf welche ein buntes Lächeln gemalt ist
Zeitungsartikel über die Hildesheimer Spendenwette

Am 25.09.2018 hat der Oberbürgermeister der Stadt Hildesheim Dr.Ingo Meyer in einer Feierstunde im Rathaus Marietta Tebbenjohanns die Anerkennung für ihr außerordentliches ehrenamtliche Engagement in der Flüchtlingshilfe ausgesprochen. Als Auszeichnung verlieh er ihr den Kreuzbrakteat in Gold.

Marietta Tebbenjohanns wies in ihrer Dankesrede darauf hin, dass diese Auszeichnung nicht nur ihr gebührt, sondern allen bei FLUX engagierten Bürgerinnen und Bürgern.

 

 

Nachfolgend die zugehörige Pressemeldung der Stadt Hildesheim und die Dankesrede von Marietta Tebbenjohanns zum Nachlesen. Die Hildesheimer Zeitung berichtete ebenso am 27.09.2018 dazu.

Stadt Hildesheim / Rathaus 26. September 2018:

 

Kreuzbrakteat in Gold für Marietta Tebbenjohanns

Marietta Tebbenjohanns hat sich mit ihrem Einsatz für Flüchtlinge in besonderem Maße um die Stadt Hildesheim verdient gemacht.

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer hat Marietta Tebbenjohanns am 25. September den Kreuzbrakteat in Gold für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe verliehen.

„Um Krieg und Leid in den Krisengebieten der Erde zu entfliehen, suchten in den vergangenen Jahren hunderttausende Menschen in Deutschland Asyl. Dass Hildesheim diese Herausforderung, die mit der Aufnahme einer großen Zahl von Flüchtlingen verbunden ist, so gut meistern konnte, ist in hohem Grade auch Ihrem Engagement zu verdanken“, so der Oberbürgermeister im Rahmen der Feierstunde im Rathaus. Mit FLUX habe Tebbenjohanns eine der wichtigsten Einrichtungen der Flüchtlingshilfe in Hildesheim ins Leben gerufen. Mit großem persönlichem Einsatz sei es ihr sowie ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern gelungen, einen Ort zu schaffen, der vor allem Raum für Begegnung biete. „Für dieses großartige ehrenamtliche Engagement danke ich Ihnen sehr herzlich!“, sagte Dr. Meyer.

Marietta Tebbenjohanns leitet seit gut drei Jahren das Flüchtlings- und Integrationsprojekt FLUX. In kurzer Zeit ist es ihr gelungen, ein Team mit rund 200 Ehrenamtlichen aufzubauen. Mit Angeboten wie Patenschaften, der FLUX-Schule und der Arbeits- und Wohnungsvermittlung ist FLUX heute wichtiger Partner in der städtischen Integrationsarbeit. Weitere Informationen zur Arbeit von FLUX sind unter www.flux-hildesheim.de erhältlich.

 

Der Kreuzbrakteat, ein Hildesheimer Geldstück aus den Jahren 1171 bis 1190, trägt die Umschrift „Ego sum Hildensemensis – Ich bin ein Hildesheimer“ und wird als Nachbildung in Form eines Ansteckers an Personen verliehen, die sich um die Stadt verdient gemacht haben.

 

Dankesrede von Marietta Tebbenjohanns

Sehr verehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Meyer,

Liebe Mitstreiter bei FLUX,

Liebe Omama, Lieber Nonino,

Lieber Felix,

Liebe Jappa,

Lieber Jürgen,

Liebe Gäste,

herzlichen Dank dass Ihr, um mit mir die große Ehrung des Kreuzbrakteaten entgegenzunehmen. Es freut mich sehr!

 

Lieber Herr Oberbürgermeister,

Orden, das liegt wohl an den Jahrgängen meiner Generation, haben für mich nicht nur einen verstaubten, sondern einen schalen Geschmack. Missbraucht durch das Nazi- und andere diktatorische Regime wurden sie nicht nur zum Thema vieler Karikaturen, sondern irgendwie auch überflüssig, dachte man. Die Ehre, die sie transportieren sollten, wurde so fraglich.

Mit dem Kreuzbrakteaten, und dafür möchte ich mich im Namen aller bedanken, wollen Sie die Arbeit von allen FLUXlern, die den Wunsch nach gelingender Integration der „Neubürger“ tief im Herzen verankert haben, ehren. Wir schöpfen dabei aus der Quelle der Dankbarkeit und der Nächstenliebe. Begleitet wurden wir in den vergangenen vier Jahren, davon bin ich überzeugt, von einem guten, wir Christen nennen ihn „heiligen“, Geist.

 

Der aus dieser „herzlichen“ Quelle entspringende Dienst, ist die Bedingung für den Erhalt einer freiheitlichen und gemeinwohlorientierten Gesellschaft.

Das aus dieser, noch sprudelnden Quelle weiter Entstehende, haben Sie mit dem Kreuzbrakteaten belohnt.

Herzlichen Dank an Sie, lieber Herr Oberbürgermeister, für die große Wertschätzung und an Euch, liebe FLUXler für Euren großartigen Dienst!

Eine Mitstreiterin von FLUX hat mir in den vergangenen Tagen diesen schönen Satz geschrieben, der so vieles beinhaltet.

„Der eine sieht nur Bäume, Probleme dicht an dicht. Der andere Zwischenräume und das Licht.“  (E. Matani)

Integration ist leichter gesagt als geschafft. Die Gefahr, „nur Bäume, Probleme dicht an dicht“, zu sehen, ist groß!

Trotzdem müssen wir uns an den Zwischenräumen, die das Licht durchlassen, orientieren.

Solche Zwischenräume sind

überall dort zu finden, wo der Mensch mehr zählt als die Bürokratie.

überall dort, wo gute Kooperation aller Beteiligten die Grundlage der Zusammenarbeit ist!

überall dort, wo Gemeinwohl vor Eigeninteresse geht: auch vor dem Eigeninteresse der beteiligten unterschiedlichen Institutionen!

Heute möchte ich zwei Wünsche, die mir beide gleichermaßen am Herzen liegen, benennen. Sie würden die Zwischenräume für das Licht aus meiner Sicht noch erweitern und damit unsere gemeinsame Anstrengung der Integration der Neubürger weiter beflügeln.

„Der eine sieht nur Bäume, Probleme dicht an dicht. Der andere Zwischenräume und das Licht.“  (E. Matani)

Wenn Deutschland diesen vergangenen Sonntag gewählt hätte, wäre die AfD die zweitstärkste politische Kraft geworden. Das erschreckt mich zutiefst und drängt mich, politisch zu werden.

Nie vorher gab es weniger Arbeitslose, nie vorher solche Wohlhabenheit wie zur Zeit in Deutschland.

Trotzdem gewinnt eine Partei, „die nur Bäume, Probleme dicht an dicht“ von den Rednerpulten schreit und „jeden Zwischenraum mit Blick auf Licht“ am liebsten zertrampeln würde.

Wenn wir diesen Spuk stoppen wollen, müssen wir es schaffen, aus dem herbei geschrienen Notstand „Flüchtlingskrise“ die „win-win“ Situation zu machen, die in den Zwischenräumen bereits steckt.

Mein erster Wunsch:

Wir in Hildesheim, müssen die Hildesheimer Ausbildungsinitiative so beleben, dass wir, gemeinsam mit den Schulen, den Bildungsinstituten, dem Jobcenter, der Arbeitsagentur, der Stadt und dem Landkreis und vor allem den Betrieben einen Pakt für Ausbildung schließen. Kurzfristig werden wir Geld in das Nachholen von Bildung stecken müssen.

Die Anstrengung und der Aufwand wird aber am Ende mit jungen Fachkräften belohnt werden.

„Der eine sieht nur Bäume, Probleme dicht an dicht. Der andere Zwischenräume und das Licht.“  (E. Matani)

FLUX ist von zwei Grundüberzeugungen geprägt.

Die erste: es ist wunderbar, dass Du hilfst. Egal wie viele Stunden. Jede Stunde geleistete Hilfe ist ein Schritt in die richtige Richtung. So haben sich viele Helfer unserer Initiative angeschlossen und gemeinsam haben wir schon sehr viel geschafft.

Die zweite: Neulich sagte eine Studentin auf die Frage, was ihr bei FLUX besonders gefalle: Schön ist, dass bei FLUX die persönlichen Erfolge Einzelner immer von allen mitgefeiert werden.

Diese Mitfreude öffnet den Blick für die Zwischenräume, die das Licht durchscheinen lassen. Auch für uns, um wieder neue Kraft zu tanken und die nächsten Zwischenräume sehen zu können. Bei den vielen Hilfesuchenden, ca. 80 Personen am Tag!, brauchen wir sehr viel Kraft.

 

Und hier kommt mein zweiter Wunsch: FLUX braucht dringend eine hauptberufliche Stelle! – auch wenn wir alle ehrenamtlich tätig sind und das auch bleiben werden.

Hier müssen alle Beteiligten eine Schwelle überspringen, die sich überall im deutschen Sozialsystem – egal ob es kirchlich oder staatlich getragen ist, festgesetzt hat. Die Hauptberuflichen sind die Profis, die Ehrenamtlichen sind die Laien. Die Wahrheit ist, es gibt beides auf beiden Seiten. Weil FLUX nun „durch und durch“ ehrenamtlich ist, ist die Beantragung oder auch die Abordnung einer hauptberuflichen Stelle zu FLUX ungewohnt. Soll aber die „herzliche“ Quelle der FLUXler weiter sprudeln und so die erfolgreiche Integrationsarbeit fortgesetzt werden, braucht FLUX, angesichts der so vielen Hilfesuchenden am Tag, diese Stelle!

„Der eine sieht nur Bäume, Probleme dicht an dicht. Der andere Zwischenräume und das Licht.“  (E. Matani)

Unsere Bundekanzlerin wird für ihre Flüchtlingspolitik, die eigentlich eine zutiefst menschliche Reaktion auf das Schicksal 100tausender war, immer wieder gescholten, was allein der AfD Stimmen bringt. Wir sollten das Schimpfen lassen!

 

Ich bin überzeugt, wenn wir gemeinsam auf einem Integrationsweg bleiben, auf dem der Mensch mehr zählt als die Bürokratie, gute Kooperation aller Beteiligten die Grundlage der Zusammenarbeit ist und wo Gemeinwohl vor Eigeninteresse, auch dem der beteiligten Institutionen, rangiert, wird aus der allseits beschworenen Flüchtlingskrise eine win-win Situation entstehen.

Wenn dieser ehrenvolle Orden, den Sie mir heute verliehen haben, diese Folge hat, nehme ich ihn, auch wenn meine Generation mit Orden so wenig anfangen kann, gern entgegen. Er soll ein Zeichen sein, dass es auf die Zwischenräume ankommt.

 

Bleiben wir also – gemeinsam – dran!

Marietta Tebbenjohanns bei der Verleihung des Hildesheimer Friedenspreis 2020

Marietta Tebbenjohanns hat sich mit ihrem Einsatz für Flüchtlinge in besonderem Maße um die Stadt Hildesheim verdient gemacht.

Im November 2018 wurde Marietta Tebbenjohanns, wieder stellvertretend für alle FLUX-Mitarbeiter, von der Rotary-Präsidentin Marina Hohage die Auszeichnung Paul Harris Fellow verliehen. Diese steht vor allem in Europa für den besonderen Einsatz für andere Menschen.

 

Bei der Übergabe sagte Marina Hohage, sie habe in der Vorbereitung der Ehrung zunächst die Idee gehabt, eine Institution zu ehren. Die Verleihung des Paul Harris Fellow an eine Einrichtung sehen die Rotary International Statuten aber nicht vor, sei diese Einrichtung auch noch so gemeinnützig.

 

„Daher richte ich die Auszeichnung an Marietta Tebbenjohanns, die sie – und ich bin sicher, dass Marietta Tebbenjohanns das selbst auch nie anders verstanden wissen möchte – als Repräsentantin einer Organisation ehren möchte, die ein ehrenamtliches Engagement gezeigt hat, wie es unsere Stadt wohl nur selten erlebt hat“, so Präsidentin Marina Hohage.

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